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Kathedrale von Chartres


Was sagt die Kathedrale den Menschen von heute ? Eine Antwort aus dem Buch "Kathedrale des Kosmos" von Sonja Ulrike Klug.

"Unzählige Menschen kommen täglich in die Kathedrale. Manche wissen nicht recht, was sie hier erwarten dürfen und finden können; sie streifen als Touristen orientierungslos durch die Kirche. Andere, die herkommen, sind bepackt mit einem ganzen Bündel voller Sorgen und Probleme, die sie hier abladen möchten. Viele von denen, die die Kathedrale betreten, fühlen sich unglücklich. Das Gefühl des Mangels beherrscht ihr Leben; Es fehlt ihnen an Geld, an Liebe, an Gesundheit, am richtigen Partner, an der richtigen Arbeitsstelle, aber vor allem an Lebensfreude. Die Menschen machen sich klein und glauben, weniger zu sein, als sie in Wirklichkeit sind.

Meine Botschaft an die Menschen ist: Es gibt nichts, das ihr nicht sein, tun oder haben könnt! Ihr seid von Natur aus vollkommene Wesen mit vollkommenen Seelen. Gottes höchster Wunsch für euch ist, dass ihr all das bekommen sollt, was ihr euch wünscht, denn es gibt keinen anderen Lebenssinn als die Freude.

Dies könnt ihr nur verstehen, wenn ihr zuvor begrenzende Anschauungen über euch selbst aufgebt. Ihr glaubt immer, dass ihr Menschen seid, die auf der Suche nach einer spirituellen Erfahrung sind. In Wirklichkeit seid ihr aber vollkommene und ewige Seelen, die sich entschlossen haben, in der dritten Dimension eine Erfahrung des Menschseins zu machen. Um eure Unbegrenztheit zu erfahren, habt ihr euch selbst Grenzen gesetzt und seid in eine niedrige Bewusstseinsdimension hinabgestiegen. Es ist wie mit dem Licht: Wer die Dunkelheit nicht kennt, weiß nicht, was Licht ist. Und wer die Begrenztheit nicht kennen gelernt hat, versteht die Grenzenlosigkeit, die Unendlichkeit, nicht.

Das ganze Universum ist ein riesengroßes Spiel, das all die vielen Seelen miteinander spielen, um sich selbst und ihre Vollkommenheit zu erfahren. Dieses göttliche Spiel nennen die Inder Lila. Wie in jedem Spiel gibt es tragische und schreckliche, aber auch komische und schöne, verrückte und schmerzhafte, fröhliche und glückliche Momente. Aber keine Erfahrung ist endgültig, und jedes Spiel lässt sich ändern.

Manche von denen, die die Kathedrale besuchen, glauben, dass sie von Gott >bestraft< worden seien, weil sie so unglücklich sind. Sie glauben, dass Gott sie verurteile, weil sie >sündhaft< seien, oder gar, dass sie in die >Hölle< kämen, wenn sie zu viele Fehler machten. Das alles sind sehr begrenzende und falsche Vorstellungen, die auf dem beschränkten Wissen früherer Jahrhunderte beruhen und heute völlig unangemessen sind! Gott straft und verurteilt niemanden. Gott ist die Liebe selbst.

Es gibt keine Hölle, und es gibt andererseits auch keinen >Himmel<. Man kann sich nicht >anstrengen< oder dafür arbeiten, dass man in den Himmel kommt, indem man sich bemüht, besonders >gut< zu sein. Es gibt lediglich verschiedene Bewusstseinsdimensionen, die sich nach dem Grade ihres Lichts und ihrer Gottesnähe voneinander unterscheiden.

Ihr solltet aufhören, andere Menschen oder gar Gott für eure eigenen Erfahrungen verantwortlich zu machen. Seht ein, dass ihr selbst es seid, die sich bestimmte Begrenzungen auferlegt haben, dass ihr selbst euer Übel geschaffen habt. Denn als vollkommene Seelen habt ihr Anteil an der göttlichen Schöpferkraft. So sucht ihr selbst euch die Erfahrungen aus, die ihr machen wollt. Eure Erfahrungen nehmen dann, je nach eurer Wahl, >himmlische< oder >höllische< Qualitäten an.

Wenn euch eure bisherigen Erfahrungen nicht mehr gefallen, wenn ihr euer Leben ändern wollt, dann trefft eine neue Wahl ! Wählt das aus, was euch Freude macht und was ihr erleben wollt, nicht das, was euch Kummer und Schmerz bereitet. Das Leben ist ein fortwährender Schöpfungsprozess, in dem jede Seele immer das erfahren möchte, was sie noch nicht kennt und was ihr die größte Freude bereitet. Der erhabenste Gedanke ist immer der, der Freude in sich trägt.

Leider glauben viele von euch, es bedeute Glück, den Erwartungen anderer zu folgen, es anderen recht zu machen, indem ihr vermeintliche >Pflichten< erfüllt. Dazu werdet ihr leider noch immer erzogen. So suchen viele Menschen ihr Glück in dem, was andere glücklich macht: in materiellem Besitz, in Berühmtheit, in Ansehen oder in sonstigen Dingen, die ihr euch bei den Mitmenschen abgeschaut habt. Glück bedeutet aber nicht, gesellschaftlichen Strukturen nachzugeben, die euch aus der Erwartung anderer heraus auferlegt werden, sondern das zu tun, was eurer Seele entspricht und euer Herz zum Singen bringt. Im Schatten des Ideals anderer Menschen könnt ihr euch nicht entwickeln, denn jede Seele folgt ihrem eigenen Plan. Wer immer in den Spuren der anderen läuft, hinterlässt keine eigenen.

Manche Menschen verlegen ihr Glück stets in eine unbestimmte Zukunft. Sie glauben, dass sie glücklich sein werden, sobald sie dieses oder jenes erreicht oder bekommen haben. Wenn sie erst das eine oder andere Ziel erklommen haben -häufig sind es nur materielle Ziele - dann, so meinen sie, stelle sich auch das Glück automatisch ein.

Das funktioniert aber nicht. Und so stellen die Menschen bald fest, dass sie trotz Erreichen des Zieles nicht glücklich geworden sind. Dann meinen sie, es müsse vielleicht ein anderes Ziel sein, dass sie glücklich mache, und beginnen erneut, diesem nachzujagen. Auf diese Weise leben sie immer nur für die Zukunft, aber niemals in der Gegenwart. Das Glück ist keine Frage der Zukunft, sondern liegt immer im Jetzt - in der Fülle des gelebten Augenblicks.

Es liegt an euch, ob ihr euch eurem >inneren Reich< öffnet oder ob ihr weiter in der >äußeren< Welt herumirrt auf der Suche nach etwas, das ihr dort nicht finden könnt. >Mein Reich ist nicht von dieser Welt<, lehrte Jesus.

Der größte Reichtum des Lebens liegt nicht darin, was man leistet, wie viel Geld man verdient oder wie erfolgreich man ist. Der größte Reichtum besteht darin, das Leben so zu leben, dass alles Freude hervorbringt und Erfüllung findet. Die Meisterschaft besteht in einem Leben, das in voller Freude gelebt wird -gleichgültig, wie diese Freude für euch persönlich aussehen mag.

Wenn euch also eure selbst auferlegten Grenzen zu eng geworden sind, wenn euch eure Schöpfungen nicht mehr gefallen, dann erschafft etwas Neues. Ermächtigt euch selbst, eure Grenzen zu sprengen. Es gibt viele mögliche Realitäten, die ihr erschaffen könnt. Ihr seid frei, das zu wählen, was euch entspricht und euch Freude bereitet. Ihr habt den freien Willen und könnt wählen, was immer ihr wollt, denn der freie Wille ist ein Gesetz des Universums.

Der Schlüssel zu jeder gewünschten Erfahrung sind eure Gefühle. Noch immer glauben viele von euch, die Lösung für alle Probleme liege irn Denken. Denn leider seid ihr so erzogen worden, alles mit dem Verstand bewältigen zu wollen. Schon in der Schule und in der Ausbildung wird einseitig nur das Denken geschult, während die Gefühle, das Herz, völlig vernachlässigt werden. Realitäten werden aber mit den Gefühlen erschaffen, nicht mit dem Verstand. Der Verstand ist nur ein Werkzeug, das eurem Bewusstsein helfen soll, auf Kurs zu bleiben.

Wenn ihr euch etwas wünscht, dann müsst ihr es zuerst so fühlen, als ob es bereits Realität wäre. Versetzt euch ganz in die gewünschte Situation und nehmt alles so wahr, als ob es bereits euren wünschen entspräche. Was immer ihr euch für die Zukunft wünscht, ihr müsst es jetzt fühlen, damit es sich manifestieren kann.

Die dritte Dimension ist viel >biegsamer<, als ihr euch das vorstellen könnt. Wie ihr aus der Physik wisst, besteht die scheinbar so feste und starre Materie um euch herum nur aus stehenden Energiewellen und damit letztlich aus >fließender< Energie.

Eure Realität formt sich nach euren Gefühlen, auch wenn das für euch nicht so aussehen mag. Emotionen sind die Sprache der Seele, die Art, wie die Seele wahrnimmt. Der Verstand hingegen ist ein Werkzeug, das auf die dritte Dimension beschränkt ist.

Fragt daher nicht, wie sich eure Wünsche manifestieren werden, denn das Wie könnt ihr in der dritten Dimension ohnehin nicht verstehen. Glaubt einfach daran, dass eure Wünsche sich erfüllen, und lasst dabei offen, wann dies geschehen wird. Es kann wenige Tage dauern oder mehrere Monate, doch das ist nicht wichtig.

Nutzt die starken Kräfte in der Kathedrale dazu, eure Wünsche als erfüllt zu fühlen und sie euch vorzustellen. Setzt euch den intensiven Schwingungen der Kathedrale aus, indem ihr längere Zeit hier verweilt. Aber kommt nicht als Bittsteller hierher - denn ihr selbst seid die Schöpfer eurer Realität, nicht wir -, sondern mit einem Gefühl von Dankbarkeit und Freude, dass euch alles gegeben wird, was ihr möchtet.

Dass Gefühle sich in Realitäten verwandeln, ist ganz natürlich und entspricht dem kosmischen Gesetz des Schöpfertums. Die Erschaffung gewünschter Realitäten ist der Weg der Evolution, den jede Seele geht. Die kosmischen Gesetze gelten unabhängig von der Person und ihrer Religion. Es ist also egal, welcher Religion ihr angehört und ob ihr überhaupt irgendeiner Religion angehört. Wichtig ist nur, dass ihr fest an die Erfüllung eurer Wünsche -und damit letztlich an eure eigene Schöpferkraft -glaubt und nicht daran zweifelt. Dies setzt ein hohes Maß an Selbstannahme voraus. Konzentriert euch auf das, was ihr euch wünscht, und lasst das, was zu einer >abgelebten< Realität gehört, einfach los, ohne dagegen anzukämpfen.

Die Erfüllung eurer Wünsche ist ein Fortschritt in eurer seelischen Entwicklung und hat daher oft den Charakter einer Wiedergeburt auf einer höheren Ebene - besonders, wenn ihr dabei begrenzende alte Vorstellungen über euch selbst loslasst und euch damit größere Entfaltungsmöglichkeiten zugesteht. Ihr selbst seid der Weg, die Wahrheit und das Leben."

Quelle: Sonja Ulrike Klug: Kathedrale des Kosmos – Die heilige Geometrie von Chartres (S. 195-199). Das Buch ist leider vergriffen, aber antiquarisch noch erhältlich.