Gutes Geld
Thorsten Polleit über den Zusammenhang von Geld und Gesellschaft
"Ist das Geldsystem erst einmal erschüttert, ist die Gefahr groß, dass die freiheitliche Gesellschaftsordnung Schaden nimmt. Interventionismus und Sozialismus breiten sich aus. Freiheit und gutes Geld sind eben untrennbar miteinander verbunden."
Quelle: Thorsten Polleit im Handelsblatt - Polleit ist Jahrgang 1967 und seit Oktober 2000 bei Barclays Capital als Chief German Economist tätig.
Anmerkungen: Schade, dass Polleits Analyse so treffend ist, seine Lösung dagegen so schwach ausfällt:
Zitat: "Free Banking" heißt die Lösung, also das Privatisieren des Kredit- und Geldsystems. Die vorhandenen Bankverbindlichkeiten werden an das Gold angebunden, das noch in den Kellern der Zentralbanken lagert. So erhält die ausstehende Papiergeldmenge einen Anker. Danach können Angebot und Nachfrage frei über die Quantität und Qualität des Geldes befinden. Vermutlich würde ein Goldstandard entstehen, oder ein Bimetallismus, in dem Gold und Silber Anker des Geldes werden."
Gerade weil das Papiergeld keinen "inneren Wert" besitzt ist es so erfolgreich und seine Menge überhaupt durch eine Zentralbank steuerbar. Man braucht die freiwirtschaftlichen Lösungsvorschläge für ein "gutes Geld" nicht mögen, aber schon beim Studium der ersten Schriften Silvio Gesells von vor 1900 hätte Polleit den Unfug seiner Vorschläge leicht an der Geldgeschichte Argentiniens nachvollziehen können.

