Der "schönste erste Satz" in der deutschsprachigen Literatur
Drei Worte nur hat der erste Satz des Romans "Der Butt" von 1977. Jetzt hat eine Jury diese Eröffnung von Günter Grass zum "schönsten ersten Satz" in der deutschsprachigen Literatur gekürt.
Zumindest, wenn es nach der Jury eines Wettbewerbes geht, die von Mai bis September dieses Jahres nach dem "schönsten ersten Satz" suchte. Die Platzierungen in der Übersicht:
- "Ilsebill salzte nach." (Der Butt von Günter Grass)
- „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ (Die Verwandlung von Franz Kafka)
- „Hamilkar Schaß, mein Großvater, ein Herrchen von, sagen wir mal, einundsiebzig Jahren, hatte sich gerade das Lesen beigebracht, als die Sache losging.“ (Der Leseteufel von Siegfried Lenz)
Als schönster erster Satz der Einsendungen von „Kindern und Jugendlichen“ wurden gekürt:
- „In der Mottengasse elf, oben unter dem Dach hinter dem siebten Balken in dem Haus, wo der alte Eisenbahnsignalvorsteher Herr Gleisenagel wohnt, steht eine sehr geheimnisvolle Kiste.“ (Lari Fari Mogelzahn von Janosch)
- „Es fiel Regen in jener Nacht, ein feiner, wispernder Regen.“ (Tintenherz von Cornelia Funke)
- „Entweder mache ich mir Sorgen oder was zu essen.“ (Blaue Wunder von Ildikó von Kürthy)
In der Schulklassen-Kategorie gewann:
- „Es war Mitternacht, und Herr Taschenbier saß auf dem Dach von Frau Rotkohls Haus.“ (Neue Punkte für das Sams von Paul Maar)
