Eva Ibbotson: Maia oder als Miss Minton ihr Korsett in den Amazonas warf
Mit den Mythen einer exotischen Welt hat Isabel Allende in ihrem Jugendbuch Die Stadt der wilden Götter die Leser in Bann gezogen. Nun macht Eva Ibbotson ebenfalls das Amazonasgebiet zum Schauplatz eines nicht weniger packenden Abenteuers. Dressler Cecilie Januar 2003 - Gebundene Ausgaben - 320 S. (13,90 €)
Die elternlose Maia wird 1910 von England nach Brasilien zu Verwandten geschickt. Ihre Internatsfreundinnen ekeln und ängstigen sich bei dem puren Gedanken an Alligatoren, feindliche Indianer, Piranhas oder Insekten. Maia dagegen steckt voll Vorfreude auf das unbekannte Land und die gleichaltrigen Zwillinge der Kautschukpflanzerfamilie, bei der sie leben wird. Aber ihre Erwartungen erfüllen sich nicht. Die Familie ist grässlich und hat Maia nur wegen ihres Geldes aufgenommen. Mit der Hilfe von Miss Minton, der mit ihr aus England angereisten Gouvernante für die Zwillingsmädchen, gelingt es Maia am Ende doch in dem geheimnisvollen Reich am wasserreichsten Fluss der Welt ihr Paradies zu finden. Bis dahin ist es allerdings ein weiter Weg voller Verstrickungen, Intrigen und schwieriger Aufgaben, mit denen Ibbotson vor der malerischen Kulisse des Amazonasgebiets mit seiner aufregenden Flora und Fauna bis zum letzten Satz in atemloser Spannung hält. © Andrea Wanner
