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Cornelia Funke: Drachenreiter


Viele kennen die Autorin aus einigen witzigen Büchern, die für Kinder gedacht sind, die noch viel Geborgenheit und Vertrautes brauchen. Nun hat Cornelia Funke mit stolzen 448 Seiten den großen Sprung in ein spannendes Abenteuer gewagt. Die Geschichte ist ganz einfach und sehr komplex zugleich: es geht natürlich um nichts weniger als den Überlebenskampf des Guten gegen den Zerstörungswillen des Bösen. (ab 10 Jahre) Dressler Cecilie Juli 1997 - Gebundene Ausgaben - 447 S. (15,90 €)

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Die Leser treffen auf eine Reihe vertrauter symbolhafter Figuren: Lung, den freundlichen Drachen, der mit Schwefelfell, dem vorwitzigen Koboldmädchen, und Ben, einem heimatlosen Menschenjungen, den "Saum des Himmels" finden muss als neues Zuhause für die letzten Drachen, die auf unserer Erde noch leben. Verfolgt werden sie von Nesselbrand, einem verzauberten Drachenungeheuer. Das Buch ist raffiniert erzählt: Kleine Kapitel von wenigen Seiten ziehen einen Spannungsbogen und brechen dann, wenn Kinder die Spannung nicht mehr ertragen können, ab, um durch Szenenwechsel einen anderen Erzählfaden wieder aufzunehmen. Der entscheidende Punkt, ob ein Abenteuerroman zur Herzensangelegenheit von Kindern wird oder nicht, hängt davon ab, welche Moral er vermittelt. In diesem Buch gibt es eine heimliche Hauptfigur, den Homunkulus Fliegenbein. Er ist als Identifikationsfigur hervorragend zu gebrauchen, wenn es gilt, die ganz alltäglichen Abenteuer zu bestehen und nicht den Weg des geringsten Widerstandes zu wählen.